Heilkräuter der Indianer.

 

Weitgehend die Kräutermedizin ist bei den Indianern brauch, dass jedes Kraut zu bestimmten Zeiten geerntet wird. Vor der Ernte wird meist Gott und den Pflanzen in gebührender Achtung ein Dankgebet gesprochen und symbolisch ein kleines Opfer, besser, eine symbolische Spende für die Natur zurück gegeben, die ihrerseits bereitwillig gute Medizin lieferte. Nie wurde die Pflanze zerstört, immer wurde Wert auf Fortbestand der einzelnen Pflanze und damit der ganzen Art gelegt, Zuwiderhandlungen waren mit Tabus und Strafen belegt.
Bei den meisten Naturvölkern ist der Mondstand sehr entscheidend für den Zeitpunkt der Ernte und dieses Wissen ist teilweise auch noch bei uns durch die Kelten und andere Naturvölker überliefert und die Heilkundigen der Durchschnittsbevölkerung der Europäischen Länder wurden mit Hilfe der Kirchen und der damaligen Gelehrten genau so unterdrückt wie auch die diesbezügliche Tätigkeit der „Medizinmänner” der Indianer.
Wie schon vorher in der Homepage der Indianer bereits an mehreren Stellen zum Ausdruck gekommen ist, hatten die Indianer in Nord Amerika vor Ankunft der „Weißen” umfangreiche und gut funktionierende Gemeinden mit ausgeklügelten Sozialsystemen und dieses ist nicht nur an der Küste des Ostens der heutigen USA zu beobachten sondern auch in den Staaten des Westens, zeugen noch die Bauten der Pueblo Indianer von den Fähigkeiten indianischer Baukunst. Nicht zu vergessen sind hier die Pyramiden der Azteken und die Straßenbaukunst der Majas und die Bauten der Inkas finden heute noch erstaunte Anerkennung. Dieses scheint besonders bemerkenswert, da man Jahrhunderte lang die Indianer als Wilde verschrien hat und nur langsam kommen auch führende Köpfe in der westlichen Welt auf die Idee, dass sie da zu großen Teilen etwas zerstört haben, was zum Überleben der gesamten Menschheit eminent wichtig ist.

Nämlich das wissen um die Heilpflanzen und deren Wirkungen, die auf dem Amerikanischen Kontinent zu finden sind und zum Großen Teil aufgrund der Arroganz des „Weißen Mannes” fast schon in der Gänze ausgestorben sind, genau wie deren ehemaligen Naturschützer die Ureinwohner Amerikas. Nicht umsonst steht schon in der Bibel geschrieben, Geld macht blind und man sollte nicht dem Mammon opfern, was gerade im ausgehenden Fischzeitalter die Welt an den Rand der Ruins gebracht hat. Hätte es keine wirtschaftlichen Interessen gegeben, wäre nicht soviel zu verteilen auf der Welt, was die Besitzenden all zu gerne für sich verbuchen wollen, wäre die Atombombe wahrscheinlich nicht gebaut worden und es werden im gleichen Moment wo diese Worte gelesen werden schon Stimmen laut: ”Dann hätte es auch kein Penizillin gegeben.”
Weit gefehlt, denn bereits die Ägypter heilten mit verschimmelten Brot und Bierprodukten Krankheiten, die wir heute nur noch mit Penicillin und den Weiterentwicklungen dieses Präparates möglich sind, da die Krankheitsauslöser zunehmend resistent auf derartige Präparate reagieren und immer neue Weiterentwicklungen notwendig machen. Nicht zu vergessen, dass auch die Indianer es waren, die das Penizillin, gewonnen aus verschimmelter Eichenrinde und deren Wirkung den Weißen demonstrierten, die das mit Hilfe spitzfindiger Unternehmer in den Apotheken zunächst und dann auch in industriellen Großanlagen wirtschaftlich züchteten und so in großem Umfang Verfügbarkeit sicher stellten, was schließlich zur Resistenz führte.
Durch den Einsatz an jedem Tier, an jedem Menschen, an Tieren, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen und auch durch immer neuen Einsatz wie zum Beispiel beim kleinsten Schnupfen gewöhnten sich die Krankheitserreger so langsam an die Substanzen und das Resultat ist mittlerweile sattsam bekannt.


 

Mit Sicherheit ist es weder im Sinne einer ganzheitlichen Behandlungsmethode noch im Sinne des behandelten Menschen, wenn, wie derzeit zu beobachten ist, die Schulmedizin Gesundheit mit Arbeits- und Leistungsfähigkeit gleich setzt und verwechselt und nicht die nötige Zeit zur Entwicklung der menschlichen Werte und dem damit verbundenem Heilungsprozesse lässt, so dass eine anhaltende Gesundung oder besser Heilung eintreten kann. Mit Sicherheit ist es weder im Sinne einer ganzheitlichen Behandlungsmethode noch im Sinne des behandelten Menschen, wenn, wie derzeit zu beobachten ist, die Schulmedizin Gesundheit mit Arbeits- und Leistungsfähigkeit gleich setzt und verwechselt und nicht die nötige Zeit zur Entwicklung der menschlichen Werte und dem damit verbundenem Heilungsprozess lässt, so dass eine anhaltende Gesundung oder besser Heilung eintreten kann.

Doch wenden wir uns nun wieder den Indianern mit ihrer Medizin zu. 

Weite Teile der indianischen Urbevölkerungen hatten keine Möglichkeit schriftlich auf haltbare Weise Dinge zu überliefern und wir sind der Meinung, dass eine derartige Verhaltensweise und eine derartige mündliche Überlieferung aller geschichtlicher und wissenswerter Daten nicht nur bei den Indianern üblich war. Wir brauchen gar nicht weit zu gehen, denn in unserer Geschichte, bei den Kelten und weit verbreitet auch bei den germanischen Volkern war eine derartige Verhaltensweise durchaus üblich und angebracht, zog man doch über Land und war in der Sicherheit, dass ein breites Wissen in der Bevölkerung diesbezüglich der beste Schutz war und auch die größtmögliche Sicherheit bot, Verfälschungen vorzubeugen.

Bedenke man doch in diesem Zusammenhang dass der Stamm der Hopiindianer Sagen und Mythen hat, die selbst seriöse Wissenschaftler auf die Jahre so um Achtzigtausend vor unserer Zeitrechnung taxieren. Immerhin sagte man in verschiedenen Stämmen den „Medizinmännern” nach, dass es sich um „Heilige Männer” handelte, wie auch bei den Kelten die Druiden oder in Indischen Kreisen dieses bei den meisten Yogis und bei anderen in der Priesterschaft der Fall war, die über dieses Wissen wachten.
Festzuhalten ist auch, dass sich die Schrift dort entwickelte, wo Gewinne gemacht und Steuern eingetrieben werden mussten, also wo Despoten oder Könige herrschten und nicht wo freie demokratische Gesellschaften sich bildeten, wo jeder seine Aufgaben kannte, die er für die Gemeinschaft zu übernehmen hatte, wie es bei vielen Indianerstämmen vor Ankunft des „Weißen Mannes” und noch kurze Zeit danach der Fall war.
Natürlich konnten im ausgehenden Mittelalter aus den damaligen Machtbestrebungen heraus von den damaligen Staaten und auch von Seiten der Kirchen keinerlei demokratischen Staatsgebilde geduldet werden und es sollte noch Jahrhunderte dauern, bis die Wahrheit nicht mehr zu verbergen war, da mittlerweile durch die des Schreibens und Lesens kundige Bevölkerung und die Buchdruckerkunst ein weiteres „für dumm verkaufen” der kleinen Leute unmöglich wurde.
Von den Indern in den Aufzeichnungen der Ayurveda und den Ägyptern in den Aufzeichnungen in den Pyramiden und an Bauwerken sowie auf Papyrusrollen, die eine schriftliche Überlieferung bis weit vor die Zeit Christi hatten, wissen wir, dass diese, genau wie die Schamanen Chinas und die Ureinwohner der übrigen Welt die ganzheitliche Medizin bewusst, vieler Orts jedoch auch unbewusst praktizierten.


 

Nun war es bei den „Heiligen Männern” der Indianer üblich, wie bei vielen anderen Kulturen auch, dass sich der Schamane sich den Patienten ansah, das heißt, dass er ihn untersuchte und mit ihm ein intensives Gespräch führte, wovon ein heutiger Arzt aus der Schulmedizin noch so manches lernen könnte, und erstellte so zunächst einmal eine gründliche Anamnese und Diagnose.
Entweder erkannte der Schamane sofort die Krankheitsquelle und sicherte Behandlung zu, meistens aber meditierte er zu Hause das Krankheitsbild und den Patienten in aller Ruhe durch und gab dem zu behandelnden in den nächsten Tagen bescheid, ob durch ihn eine Behandlung erfolgen würde oder nicht. Viele Stämme nahmen sich so drei Tage Zeit  und machten das zur Regel.
Selbstverständlich gab es auch hier „Heilige Männer” die spezielle Kenntnisse hatten und sozusagen Spezialisten in ihrem Fachbereich waren. Mit fortschreitender Kenntnis nahmen dann auch diese „Heiligen Männer,” übrigens auch „Heilige Frauen” Schüler auf, die bei ihnen die Behandlungsweisen, oft begleitet mit stundenlangem Auswendiglernen von Rezepturen, Mythologien und Sagen, erlernten und wurden in der

Behandlung, Verarbeitung und Ernte der Heilpflanzen und derartigem mehr unterrichtet.
Ähnlich wie bei den Kelten das Studium der Druiden, welches bis zu 24 Jahre gedauert haben soll oder bei den Yogis, bei denen derartiges Studium noch weit verbreitet ist.
Das Wort Ernte der Heilpflanzen wäre besser ersetzt mit pflücken, da es wohl nie Indianer gegeben hat, die geerntet haben in dem Sinne, wie wir es oft verwenden und bei dem Wort geerntet fallen jemandem gleich Berge von Pflanzen und Pflanzenteile ein, die möglichst gewinnbringend veräußert werden sollen.
Die meisten Indianer verabscheuten das Geld ohnehin, da sie mit recht einfachen Mitteln schnell herausbekommen hatten, wie der Mammon, der Dollar oder die Deutsche Mark und andere Währungen, doch Abhängigkeiten schufen und jedes Bleichgesicht sofort seine Freiheit verkaufte, gab es nur einen Dollar zu verdienen. Für einen echten Indianer total unverständlich und es hat sich bereits rund gesprochen, dass es in Europa auch so einige weiße Indianer in allen Berufen und Ständen diesbezüglich geben soll.